Schmuck mit Stoff und Cabochons selber machen – Spring Style Along 2018

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Ihr kennt es alle: Dieser eine Stoff – das Muster, die Farben. Er trifft einen Nerv in euch, erzeugt ein Gefühl, das ihr am liebsten für immer konservieren wollt. Man kann aus diesem traumhaften Stoff ein Kleidungsstück nähen. Man kann diesen Stoff aber auch als Schmuck für immer konservieren. Auch wenn es nur ein winziges Reststück ist, das ihr nicht wegschmeißen möchtet. Schon vor einer Weile kam mir die Idee, dass es fabelhaft wäre, Schmuck mit Stoff und Cabochons selber zu machen. Besser kann der Schmuck gar nicht zum Kleidungsstück passen, denn es ist ein und dasselbe Farbschema und Design.

Anfang des Jahres bestellte ich mir ein Cabochon-Set, um das Schmuck basteln auszuprobieren. Enthalten waren Fassungen, passende Glas-Cabochons, Kleber und ein Vorlagen-Bogen. Das Basteln des Schmucks mit den Papier-Vorlagen klappte so gut, dass ich es unbedingt für meine Kleidung beim Spring Style Along ausprobieren wollte. Mit Stoff beklebte Cabochons habe ich bis jetzt nirgendwo gesehen, aber einen Versuch ist es wert. Es ist wirklich ganz einfach. Zuerst wird ein Tropfen Glossy Accents-Kleber auf das Motiv auf den Stoff aufgebracht. Dann wird das Cabochon vorsichtig angedrückt und leicht hin und her bewegt. Dadurch lassen sich Luftbläschen im Kleber gut entfernen. Das Cabochon kann nun noch genau platziert werden, so dass das Motiv gut abgebildet ist. Zwischen Cabochon und Stoff ist dann eine milchige Schicht Kleber, der transparent trocknet.

Nachdem der Kleber getrocknet ist, am besten über Nacht, kann man das Cabochon vorsichtig aus dem Stoff ausschneiden. Am besten geht das mit einer Nagelschere. Überschüssiger Kleber lässt sich gut mit dem Fingernagel abkratzen und abschneiden. Dabei hat mir mein Zwerg geholfen, weil er den Schmuck so toll findet.

Im nächsten Schritt werden Cabochon und Stoff in die Fassung eingeklebt. Dazu nimmt man einen Tropfen Hasulith-Kleber. Das Cabochon wird eingesetzt und wieder leicht hin und her geschoben, um den Kleber gut zu verteilen. Überschüssigen Kleber kann man direkt abwischen. Durch das Drehen des Cabochons kann man das Motiv noch entsprechend ausrichten.

Dann muss man den Schmuck nur noch trocknen lassen. Ich bin davon total begeistert. Für den Spring Style Along habe ich Ohrstecker, Ohrhänger und ein Medaillon gemacht. Armbänder und Ringe sind natürlich genauso möglich. Das Set habe ich bei Vintageparts bestellt. Der Preis ist fair und man hat am Ende nicht zuviel Material über, wenn man wirklich nur einmal ausprobieren möchte.

Der aktuelle Termin beim Spring Style Along befasst sich mit den Accessoires. Den Schuhen, Taschen, Tüchern und Schmuck. Der Schmuck ist wieder mein Fokus in diesem Jahr. Weil er so perfekt passt, reicht mir das auch. Andere Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten findet ihr beim Spring Style Along – die Kirsche auf der Sahne.

Den Mai im Frühlingskleid begrüßen

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Endlich ist Mai, der Wonnemonat! Im April hatten wir schon einen tollen Vorgeschmack auf den Sommer und ich hoffe, dass auch der Mai uns ein paar richtig schöne Frühlingstage bescheren wird. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, endlich mein Frühlingskleid zu zeigen. Ich habe es auf der Annäherung 2017 genäht und bisher nur ein mal auf der Puppe gezeigt. Dabei liebe ich es wirklich sehr.

Der Stoff lag relativ lange bei mir im Lager, weil er etwas so Besonderes ist. Ich liebe das rauchige Blau des Hintergrundes. Dazu der Kontrast der Blumen in knalligem Orange und das leichte Grün. Ein absoluter Lieblingsstoff vom Design her, aber auch von der Qualität. Der Stoff ist ein sehr feiner Batist, der auch recht durchsichtig ist. Deswegen ist das Kleid komplett mit weißem Batist gefüttert.

Dazu habe ich die Schnittteile exakt übereinander gelegt und die Stoffe zusammen verarbeitet und versäubert. Das hat viel besser geklappt, als ich anfangs geglaubt habe. Aber beide Stoffe sind weder elastisch noch flutschig und relativ gut aufeinander liegen geblieben. Etwas kniffliger war es dann beim Rockteil, der als viertel Teller zugeschnitten wird. Aber mit viel Geduld, glatt streichen und bügeln hat es schließlich gut geklappt.

Das Schnittmuster habe ich aus einer Nähzeitschrift, die mir seit einiger Zeit kostenfrei zugeschickt wird. Keine Ahnung wie ich auf deren Gehaltsliste gelandet bin (danke!), aber mir gefällt die Zeitschrift wirklich gut. Es ist eine für mich sehr passende Mischung aus Accessoires und Kleidung, die dort präsentiert wird. Mein Frühlingskleid war als zweiteiliges Näh-Special enthalten (Simply nähen 3/2016) und ist eigentlich ein Schnitt von By Hand London. Ich musste nicht viel anpassen, das Nähen hat ziemlich problemlos geklappt. Frau 700Sachen hat mir sehr lieb bei einer Hohlkreuz-Anpassung geholfen, wodurch das Kleid bedeutend besser sitzt.

Das Frühlingskleid ist ein absolutes Lieblingsteil für mich. Leider hatte ich bisher nicht so viel Gelegenheit, es auszuführen. Im Moment ist es ja auch noch etwas frisch. Das Kleid lässt sich aber ziemlich gut mit meiner grünen Nina Cardigan kombinieren.

Damit gebe ich ab zum Me Made Mittwoch, wo heute wieder wunderschöne selbst genähte Kleidungsstücke präsentiert werden.

Spring Style Along 2018 – Anpassungen

Durch einen technischen Fehler in meinem Leben im System wurde dieser Artikel zuerst komplett ohne Text veröffentlicht. Ich bitte das zu entschuldigen.

Ich habe einen Rock genäht. Eigentlich ist das keine große Sache, irgendwie bin ich aber trotzdem froh, dass ich es abgeschlossen habe. Für den Spring Style Along wollte ich mich ja eigentlich mit einfachen Teilen warmlaufen, damit es mir dann geradezu von der Nähmaschine fluppt. Das hat leider nur so teilweise geklappt. Der Plan war, den Rock ganz einfach geschnitten aus großen Rockbahnen zu nähen, damit der Stoff gut zur Geltung kommt. Da ich das Clara Dress gerade fertig hatte, dachte ich, ich könnte einfach den schön schwingenden Rock so übernehmen, einen Bund daran basteln und fertig ist die Laube.

Dann waren die Rockbahnen aber doch irgendwie viel zu groß. Ich wollte die Rockteile nicht raffen, damit sie nicht so auftragen. Und dann ging das große Rumgemurkse los. Weil die hintere, mittlere Rockbahn so weit war, wollte ich eine tiefe Kellerfalte einbauen. Die sieht am Po aber natürlich etwas doof aus. Also wurde aus hinten vorne. Ich habe ja schon einige Winterröcke mit einer tiefen Kellerfalte vorne und mag die Optik wirklich sehr.

Das ehemals vordere Rockteil saß ja nun hinten und brauchte trotzdem noch zwei Abnäher, um überhaupt irgendwie zu passen. Diese Abnäher hinten sind relativ steil, so dass der Rock hinten etwas aufspringt. Ich glaube aber durch das große Muster im Stoff fällt das keinem auf.

An der Puppe sah das alles so erst einmal ganz gut aus, beim Anprobieren merkte ich dann, dass durch das Verdrehen der Rockteile nun die Seitennaht nicht mehr genau auf der Seite sitzt. Wahrscheinlich fällt das außer mir keinem auf, aber innerlich ließ mich das so ein bisschen die Augen verdrehen. Ich hab einen Formbund gebastelt, der dann auch ganz gut passte. Außer dass ich die Nahtzugabe irgendwie vergessen hatte, den Stoff dann mehr so nach Augenmaß zuschnitt. Das führte zu etwas Rumgemurkse beim Reißverschluss, so dass die Bundnaht an der Seite einen Versatz hat. Da der schöne Stoff mit den Rosen sehr, sehr durchsichtig ist, wollte ich ein Futter aus weißem Batist. Im Stofflager war dafür aber jedes Stück zu klein. Ich wollte keinen neuen Stoff kaufen und fand dann schließlich doch noch ein Stück bei den Sachen von der Annäherung. Der Unterrock sollte natürlich weniger weit sein, ohne Kellerfalte und Abnäher. Ich habe es bestimmt drei mal ausgemessen, bevor ich zuschnitt. Trotzdem fehlten am Ende mehrere cm, die sich auch nicht mehr so herzaubern ließen.

Der Rock flog erst mal in die Ecke. Fertig, das war’s. Ich geb auf, ich bin komplett unbegabt, was das Nähen. Frustration galore. Dann fiel mir ein, dass auf der Annäherung immer alle irgendwie Keile einbauen, wenn etwas nicht klappt. Was nicht passt wird passend gemacht. Ich schnibbelte also irgendwie zwei Dreiecke zurecht und weil es am einfachsten so war, setzte ich sie an der Seitennaht für den Reißverschluss ein. Ist ja innen, sieht man ja nicht. Bei der Anprobe passte das ganz gut und ich war etwas versöhnt.

Fehlte nur noch der Saum. Ich wollte an den Unterrock erst weiße Spitze anbringen. Dann fand ich aber einen ganz schmalen, klaren Saum doch passender für den Stoff. Mit dem Rollsaumfuß für die Nähmaschine nähte ich dann einen feinen Rollsaum. Dabei ging natürlich auch noch mal einiges schief, weil die Overlocknähte nicht gut eingefädelt werden. An manchen Stellen sprang der Stoff aus der Führung und wurde nicht exakt gefaltet. Da musste ich dann noch einmal korrigieren. Schließlich war es dann geschafft und eigentlich bin ich ganz glücklich mit dem Ergebnis. Die Geschichte vom Rock passt sehr gut zum aktuellen Thema beim Spring Style Along – Fix it! Die nächsten Teile nähe ich ganz sicher ganz exakt nach Schnittmuster. Und hoffe, so um das Rumgemurkse herum zu kommen.

Tellerrock mit Rüschen

Heute möchte ich euch einen Rock zeigen, den ich im Januar auf der Annäherung fertig gestellt habe. Die Idee hatte ich zuhause schon ausgebrütet und auch den Oberrock angefangen. Ich wollte gern einen Tellerrock mit Rüschen haben. In dunkelgrau, für den Herbst und für den Winter. Ich hatte dafür einen sehr schönen, weich fallenden Stoff im Auge. Ein klein wenig elastisch und leicht glänzend.

Das Schnittmuster dafür war schnell selbst gezeichnet, es sollte ein dreiviertel Teller sein. Genug Stoff, um sich schön zu drehen, aber nicht so viel als dass es zu schwer werden könnte. Als Ergänzung kaufte ich reichlich weißen Batist für den Unterrock und die Rüschen. Ob ich mich verrechnet habe oder sich der Stoff wirklich sehr weit aufdehnte, kann ich nicht mehr sagen. Letztendlich war das Rockteil aber ein gutes Stück zu weit war. Aus der Not entstand die Idee, an einer Seite kleine Falten zu legen und abzusteppen. Im Nachhinein ein schönes Detail, das ich gern als Design verkaufe.

Nachdem der Oberrock und Formbund so weit fertig war, wollte ich erst nicht so richtig mit dem Unterrock anfangen. Also der Tellerrock dabei war ja noch das geringste Problem. Aber die Rüschen! Normalerweise rechnet man für ordentliche Rüschen ja mindestens das zweifache der Länge, auf die gerafft werden soll. Bei einem knielangen Tellerrock kommen da einige Meter zusammen. Zum Glück hatte die liebe Chrissy ihren Ruffler dabei. Sie saß einige Plätze weiter bei der Annäherung und ließ mich in Ruhe ausprobieren, ob der Ruffler etwas für meine Rüschen wäre. War er natürlich! Und so konnte ich in aller Seelenruhe meine doppellagige Rüsche für den Tellerrock ruffeln. Danke Dir noch einmal, liebe Chrissy!

Ich habe die Einstellung mit einer Falte alle 6 Stiche gewählt und so hat der Ruffler wunderbar gleichmäßige Falten gelegt. Die Unterkante des Saumes habe ich mit einem Rollsaum versehen. Die Rüschen habe ich einfach mit der Overlock an den Unterrock angenäht. Das war tatsächlich der meiste Arbeitsaufwand an dem Rock. Reißverschluss, Saum, Bund gingen ganz flott. Außer dass es mich schier wahnsinnig machte, dass der Rock bei jeder Anprobe gefühlt einen cm weiter wurde. Wohl doch ein Elastik-Problem des Stoffes? Aber ich konnte ihn trotzdem ohne größere Zwischenfälle auf der Annäherung fertig stellen. Für den tollen, weitschwingenden Tellerrock mit Rüschen bekam ich jede Menge Lob von den anwesenden Damen. Das geht natürlich runter wie Öl und hat mich riesig gefreut.

 

Ich hatte den Rock schon ein paar mal an. Ungefähr jedes Mal kam ein Kommentar, der in Richtung Tracht oder Dirndl zielte. Das war eigentlich gar nicht meine Assoziation als ich den Stil im Kopf hatte. War mir dann ein bisschen zu blöd und irgendwann flog der Rock in den Wäschekorb. Leider hat auch dieser Rock die Waschmaschine nicht sonderlich gut vertragen. Erst fiel mir auf, dass die blütenweißen Rüschen einen Grauschleier hatten – offenbar durch Flusen des dunkelgrauen Oberstoffes. Beim Bügeln bemerkte ich dann, dass der Stoff an einigen Stellen extrem gelitten hat – wie an der Seitennaht des Bundes. Da hat sich Stoff an der Naht aufgeraffelt – obwohl der Rock eher zu groß statt zu klein ist.

Außerdem haben sich einige Stellen dunkelgrau verfärbt. Scheinbar riffelt sich auch da die Webung auf? Besonders auffällig ist das an Nähten, wie z.B. an der Saumnaht.

Dort gibt es dunkelgraue, linienartige Schatten. Das ist wohl auf eine schlechte Qualität des Stoffes zurück zu führen. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich den Stoff her hab. Aber beim Bügeln vorhin, war ich ganz schön geknickt, als ich die vielen Stellen sah, die schon angegriffen sind. Ein paar mal kann ich den Rock wohl noch tragen, weil es von weitem kaum auffällt. Aber noch eine Wäsche wird er wohl nicht überstehen. Schade. Im Zweifelsfall werde ich den Unterrock heraustrennen und einen Ersatz-Oberrock nähen. Es wäre doch schade um die Rüschen.

Damit gebe ich ab zum monatlichen Me Made Mittwoch und all den anderen kreativen Damen, die dort heute ihre selbst genähten Kleidungsstücke zeigen.

Spring Style Along 2018 – Plan und Konzept

Ich fasse die letzten beiden Themen des Spring Style Alongs mal zusammen, weil es mir irgendwie ein bisschen an Kreativität und Ziel mangelt. Klingt komisch? Ist aber so! Vielleicht liegt es daran, dass der Frühling nicht so richtig in Schwung komm. Am Osterwochenende versanken einige Teile der Republik im Schnee. Als vor zwei Wochen der Termin für ein Style Concept anstand, rieb ich mir lange das Kinn, runzelte die Stirn und dachte: Tja, nun. So richtig fiel mir kein Style Concept ein für den Spring Style Along. Das, was ich nähe, soll irgendwie zusammen passen, aber einen übergreifenden Style habe ich dafür irgendwie nicht. Eigentlich bin ich mehr in der Stimmung, alles ein bisschen auf mich zurollen zu lassen. Ich weiß, was ich für meinen Kleiderschrank dringend brauche und ich weiß, was ich sehr häufig trage. Irgendwie muss ich das übereinander bekommen.

Das bekomme ich am ehesten mit den Worten luftig, leicht, feminin und mit sehr klaren Farben. Blau funktioniert für mich eigentlich immer, auch schwarz-weiß sind in den bisher ausgewählten Stoffen vertreten. Als Akzente hätte ich es gern knallig, z.B. in pink. Aus irgendeinem Grund, schweben mir für meine neue Frühlings- und Sommergarderobe brandende Wellen vor; ein Bild vom Meer. Vielleicht liegt das einfach daran, dass ich mich immer ganz gern an’s Meer und den Strand wünsche. Zu den ausgesuchten Farben würde es zumindest passen.

Das Thema der letzten Woche war dann ein genauer Plan. Das will ich eigentlich bleiben lassen. Das letzte Jahr hat mir sehr deutlich gezeigt, wie das Leben so mit klaren Plänen umgeht. Blutgrätsche, denk Dir was Neues aus! Deswegen bin ich einfach froh über jedes Teil, das fertig wird. Tatsächlich habe ich ein Teil sogar schon (fast) fertig, nämlich das Clara Dress aus luftiger blau-weißer Viskose. Dort fehlt nur noch die Knopfleiste, weil eben keine passenden Knöpfe mehr da waren.

Danach möchte ich gern den schwarz-weißen Rock nähen. Das stelle ich mir flink und problemlos vor, so dass ich dann hoch motiviert und mit ganz viel Näh-Karma bewaffnet die Oberteile angehen kann. Wenn dann noch Jäckchen, Sweat-Blazer oder ähnliches drin sind, bin ich vollauf zufrieden. Halt, vielleicht kriege ich sogar das ein oder andere Ufo noch fertig. Das wär doch was. So, und kurz bevor der Linkup bei Alex schließt, geht dieser Artikel noch online. So ganz homerun mäßig, ohne Blutgrätsche.