Spring Style Along 2017 – Battle of Will

Tags

,

Das aktuelle Thema beim Spring Style Along 2017 heißt diese Woche ‚Battle of Will‘. Im Zentrum steht dabei, einen realistischen Plan zu entwickeln, der Zeitbedarf und nähtechnisches Wunschkonzert so gut es geht in Einklang bringt. Das ist nicht ganz so schwierig, weil ich eigentlich keinen festen Nähplan habe. Getreu dem Motto „Alles kann, nichts muss“ freue ich mich dieses Frühjahr über jedes Teil, das fertig wird – und sei es noch so klein. An diesem Wochenede habe ich ein Collier gemacht in den Farben von rosa über pink bis fuchsia. Irgendwie hat es mich plötzlich gepackt und ich wollte so eine Kette machen. Also habe ich im Perlen-Laden auf der Ecke diese Schmuckstücke gesucht und gefunden und zu einem Colliert verdrahtet (wenn ihr dazu mal ein Tutorial möchtet, sagt Bescheid).Spring Style Along - Kette

Damit greife ich ein bisschen auf den Termin mit den Accessoires vor, aber ich fand, es passt schon jetzt so gut. Farblich passt die Kette wunderbar zu meinem Stadtmantel, bei dem ich ein ganzes Stück weiter gekommen bin. Alle Nähte sind nun nicht nur geheftet, sondern auch richtig genäht. Der Kragen und der Saum sind fertig und auch die Blenden sind angebracht. Die nächsten Schritte sind das Ärmel und die Schulterbelege, ich halte also mittlerweile einen fast fertigen Frühlingsmantel in den Händen. Mit passender Kette.

Außerdem ist vorletztes Wochenende mein Dreieckstuch fertig geworden, pünktlich zu unserem Wochenende-Trip nach Kopenhagen. Natürlich wurde das kuschelige Tuch in der skandinavisch frischen Frühlingsluft schon im Sonnenschein ausgeführt. Seitdem trage ich es in Dauerschleife. Die Wolle (sowie die Häkelanleitung) ist der Mille Colori im Farbton Sommerwiese von der lieben Frau Elise, die in diesen Tagen ihr Häkelbüro eröffnen wird. Nur ein paar Meter entfernt von mir, wenn das kein Glücksfall ist!

Spring Style Along - Dreieckstuch

Auch dieses Schmuckstück passt als etwas dunklerer Kontrast hervorragend in meine „Frühjahrs-Kollektion“, auch wenn ich die Farben weder richtig frühlingshaft noch richtig sommerlich finde. Damit bin ich in kleineren Schrittchen etwas weiter gekommen. Denn in großen Schritten kann ich im Frühjahr eh kaum planen. Sobald das Wetter besser wird und die Tage länger werden, sind wir sehr viel draußen. Die ehrenamtliche Arbeit im Naturschutzgebiet frisst jedes Wochenende zur Hälfte, der Garten tut sein Übriges. So komme ich tagsüber ganz sicher nicht zum Nähen und bin abends oft zu geschafft.Spring Style Along - Accessoire

Da wäre es frustrierend, riesige Projekte zu planen oder sich unter Druck zu setzen. Deswegen sage ich mir: Der Frühlingsmantel und das Kimonokleid sind – wie beim letzten Mal schon erwähnt Pflicht – der Rest ist Kür. Da kann ich mich treiben lassen und Stoffschätze aus meinem Lager verarbeiten. Wie die anderen Teilnehmerinnen ihre frühlingshaften Wünsche mit der real verfügbaren Nähzeit übereinander bringen, könnt ihr bei Alex nachlesen.

Spring Style Along 2017 – Wunschkonzert

Tags

Runde zwei beim Spring Style Along 2017. Das Thema bei dieser Runde ist Wunschkonzert: Was plane ich für den Frühling, was möchte ich nähen und wie möchte ich meine Frühlingsgarderobe gestalten? Besonders wichtig ist es für mich, im Bereich Oberteile endlich mal nachzulegen. Ich muss auf jeden Fall einige aussortieren und ersetzen. Vor allem langärmelige Oberteile muss ich austauschen, aber auch Cardigans fehlen mir. Zuerst möchte ich natürlich einiges aus meinem Stofflager abarbeiten. Im Moment lachen mich besonders ein roter Jersey an, der mit Blumen aus Punkten bedruckt ist. Außerdem habe ich noch einen tollen, hellgrün mellierten Sweat, der einen guten Hoodie oder ein Jäckchen abgeben würde.

Außerdem habe ich noch zwei leichte Batiststoffe. Der schwarz-weiße Rosenstoff soll zu einem Rock werden, der sich zu vielen Oberteilen kombinieren lässt. Im Moment fehlt mir noch eine genaue Vorstellung für Design/Schnittmuster, aber weitschwingend soll der Rock auf jeden Fall sein. Außerdem habe ich noch den tollen Stoff mit den Mohnblüten. Ganz rares Meisterstück, von dem ich auch nicht so wahnsinnig viel habe. Ein Kleid daraus wäre schön, eher simpel, damit der Stoff gut zur Geltung kommt.

Neben diesen eher groben Plänen habe ich auch zwei ganz konkrete. Ganz oft schon bin ich um das Kimono-Kleid herumgeschlichen. Auf der Annäherung durfte ich mal eines anprobieren und war so begeistert, dass ich mir direkt das Schnittmuster gekauft habe. Ich hatte auch direkt einen passenden Stoff im Kopf.

Um den Stoff und durch die viele Inspiration auf der Annäherung entstand irgendwie automatisch ein Gesamt-Outfit – ein apfelgrüner Frühlingsmantel und ein tailliertes Kleid mit Dreiviertel-Ärmeln. Ich finde, sowohl der Stoff als auch die Schnittteile passen sehr gut zusammen. Natürlich muss erst noch der Stadtmantel fertig gestellt werden.

Das sind im Groben meine Pläne. Must haves sind auf jeden Fall das Kimono-Kleid und der Mantel, alles andere ist Kür. Da würde ich mich ein wenig treiben lassen. Falls ich meine Stoffbilanz ins Negative drehen kann, würde ich mir eventuell noch ein bis zwei Strickstoffe für Cardigans genehmigen, die ich dann farblich zu den übrigens Stücken wählen würde. Damit gebe ich ab zu den anderen Frühlingsplänen, die bei Alex im Rahmen des Spring Style Along 2017 gezeigt werden.

Karneval mit Kindern in Köln

Tags

,

So langsam sind wir ausgenüchtert und erholt genug, die jecke Zeit zu rekapitulieren. Der Karneval mit Kindern lässt sich in Köln gut feiern, weil es sehr viele kleinere Veranstaltungen gibt, die man mit der Familie gut besuchen kann. Im Vorfeld hatte ich mir ja wieder einige Gedanken zu den Kostümen gemacht. Die Kinder wollten unbedingt als Hexe und Zauberer gehen. Da man sich für die Umzüge auf der Straße am besten warm einpackt, verschwindet das schöne Kostüm schnell unter einen dicken Jacke. Daher wollte ich für dieses Jahr dickfellige Monsterkostüme machen und habe die Materialschlacht und den Kampf mit dem Flokati im Blog ausführlich gezeigt.

Ich muss sagen, der Plan mit den Drinnen- und Draußen-Kostümen ist voll aufgegangen. An Weiberfastnacht haben wir eine Kinderparty bei uns geschmissen. Wir haben auch drei Packungen Konfetti geschmissen. Außerdem Luftschlangen, Luftballons, das volle Programm. Bei unserer Party und der Familienparty von Freunden am Freitag haben die Kinder ihre Kostüme mit stolz ausgeführt. Für den Karnevalssamstag hatten wir Karten für die Pfannkuchensitzung im Weißhauskino ergattert. Das ist eine zweistündige Sitzung für Kinder, die von Rita und der kleine Schosch sehr liebevoll gestaltet wird. Da gibt es Live-Musik, es werden Geschichten erzählt, die Kinder können frei tanzen oder in einer Polonaise durch den Kinosaal geben. Damit es auch den Kleinen nicht zu viel wird, gibt es zwischendrin eine Pause. Wir waren das erste Mal da und ich muss sagen, wir waren sehr begeistert.

Sonntag standen wir dann das erste Mal am Zoch. Wir starteten vormittags in der Südstadt mit den Schull- und Veedelszöch. Dort marschieren verschiedene Schulen und Vereine aus den Stadtvierteln auf und gehen fast den identischen Weg zum Rosenmontagszug. Der Zug ist sehr bunt, mit wunderbaren Kostümen und nicht so unnahbar wie der große Rosenmontagszug. Es gibt sehr viel Musik von den typischen Karnevalskapellen oder auch Trommelgruppen. Im Zug laufen über 100 Gruppen, so dass man wirklich viel zu sehen bekommt.

Wir haben da natürlich schon einiges an Kamelle gefangen, aber nicht alles hat es bis in die Beutel der Kinder geschafft. Vieles verschwand auch direkt im Mund. Nach zwei Stunden waren die Kinder recht geschafft, außerdem musste ich heim. Ich hatte eine Karte für die große Kostümsitzung der Kölschen Narrengilde geschenkt bekommen und wollte mich noch aufhübschen. Das ging nur so halb, weil irgendwie alle Lippenstifte von kleinen Kindern angebissen oder aufgegessen waren. Trotzdem war die Sitzung toll, ich war zum ersten Mal bei einer. Es ist zwar ein bisschen speziell, aber hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht.

Auch wenn wir es zuerst nicht so geplant hatten, fuhren wir Rosenmontag dann doch noch spontan zum Rosenmontagszug. Da muss man wirklich eine gute Stelle kennen, wenn man mit Kindern dort hin will, denn es ist unheimlich voll. Wie es im Rheinland so ist, kamen wir in der Bahn mit Mitfahrenden in’s Gespräch. Genauer gesagt fing Liese mit dem Flamingo an zu schnacken, der ihr gegenüber saß. Gemeinsam unterhielt sie sich mit der jungen Frau über sämtliche Disney-Filme und welcher wohl der beste war. Schließlich sangen sie sogar noch das Bibi&Tina-Lied zusammen, das war absolut großartig. Am Zug hatten wir dann einen recht guten Platz hinter der Apostelkirche am Neumarkt, wo einige Familien standen, die gegenseitig auf die Kinder acht gaben. Wir wurden öfter auf die Monster-Kostüme angesprochen, fotografiert oder die Kinder erhielten kleine Geschenke, weil sie so toll aussahen. Das ging natürlich runter wie Öl und ich war sehr stolz, dass die kleinen Monster so bewundert wurden. Nach dem Rosenmontagszug gingen wir tatsächlich auch noch zur Karnevalsparty in der Lutherkirche. Die Familien-Partys dort sind wirklich etwas ganz Besonderes, weil die Kanzel zugunsten eines Mischpultes geräumt wird und im Kirchenschiff Disco ist. Im Vorraum gibt es Snacks und Getränke, außerdem ist es dort ruhig genug, dass sich auch Familien mit Babys wohl fühlen. Neben der Karnevalsparty am Rosenmontag gibt es noch eine an Weiberfastnacht. An Halloween findet dort auch eine ganz tolle Familienparty statt, mit Lagerfeuer, Stockbrot, Märchenerzähler und Kinder-Geisterbahn.

Nach vier Tagen voller Karnevals-Feierei waren wir alle schon ziemlich geplättet – denn Karneval ist eeecht anstrengend. Aber Dienstag ist bei uns immer das große Finale. Vormittags findet der Veedelszoch in Zollstock statt, der nicht sehr groß, aber unheimlich liebevoll gestaltet ist. Dort läuft seit dem letzten Jahr unsere Kita mit einer sehr großen Gruppe mit und mittlerweile kennen wir auch ein paar Familien, die bei den Schulen mitlaufen. Ich finde, es gibt nichts schöneres als einen schönen Veedelszoch, bei dem man Leute kennt, die dann aus der Reihe kommen, einen drücken und bützen. Und natürlich lässt sich nirgendwo mehr Kamelle fangen, als bei einem Zoch, wo die Freundin die Kamelle aus ihrem Wurfbeutel einfach in den eigenen Beutel „umfüllt“. Nach dem Zollstocker Zoch reicht die Zeit genau, einmal nach Sülz zu fahren, sich aufzuwärmen und ein paar Nudeln im Bett zu essen. Das haben wir im letzten Jahr perfektioniert, als wir auf dem Zollstocker Zoch vom Regen total durchgeweicht wurden. Danach geht es noch zum Sülzer Zoch, der natürlich der Schönste von allen ist. Dieses Jahr hatte der Zoch ganz schön Verspätung, aber als er endlich kam, wurde er von den Stenzis angeführt. Und aus dieser Gruppe löste sich plötzlich eine Frau, die zu uns kam und uns auf den Blog und die Kostüme ansprach. Das war vielleicht ein Erlebnis – ich habe mich riesig gefreut!

Im Sülzer Zoch läuft Lieses Schule, außerdem viele Bekannte und Nachbarn. Demzufolge gab es wieder extra viele Süßigkeiten – soviele, dass wir sie kaum tragen konnten. Leider ist der Zoch dann total abgesoffen, weil es plötzlich stark anfing zu regnen. Das tat der Freude aber keinen Abbruch und wir hielten tapfer durch. Nur die Monster-Kostüme wurden durch die Nässe ganz schön schwer. Zuhause konnten wir uns aber aufwärmen und trocknen und dann war alles wieder gut. Als dann auch die Kamelle getrocknet war, wollten wir sie unbedingt wiegen, denn es waren Unmengen. Unsere Küchenwaage zeigte nur noch EEEEs an, so dass ich mich schließlich mit den Kamellesäcken behängt auf die Personenwaage stellen musste. Wir haben tatsächlich 10kg(!!!!) Süßigkeiten gefangen, das meiste davon auf den Veedelszügen. Auch wenn wir schon einiges verschenkt haben, sind wir ziemlich im Süßigkeitenkoma. Aber war geil.

Stadtmantel Sew Along – Teil 2

Tags

, , ,

Ich hinke etwas hinterher beim Stadtmantel Sew Along von Frau Crafteln. Das war schon von Anfang an so und ich wusste auch, dass meine Zeit in der heißen Phase des Sew Alongs wegen Karneval und den 12 Colours of Handmade Fashion sehr eng sein würde. Aber da die Abschlusspräsentation der fertigen Mäntel erst Ostern ist, wollte ich natürlich trotzdem mit von der Partie sein. Außerdem ging mir ein apfelgrüner Mantel für den Frühling einfach nicht mehr aus dem Kopf.Stadtmantel aus Wollwalk

Vorbereitung

Nachdem ich mich von Karneval etwas erholt hatte, ging es am Wochenende für einen Kurzbesuch nach Leipzig. Wir haben den 95.(!) Geburtstag meines Großvaters bei tollem Wetter gefeiert. Das bedeutete, dass ich in 2 Tagen über 1000km zurück legte, insgesamt 13h Zugfahrt. Aber Sonntag Abend habe ich tatsächlich dann noch das Schnittmuster zusammen geklebt, ausgeschnitten. Das Kleben ging erstaunlich gut, weil die Kleberänder recht breit sind. Dadurch verrutschen die einzelnen Blätter nicht so leicht. Sonst habe ich bei den letzten Bögen immer einen Versatz, aber bei diesem Schnittmusterbogen im Eigenbau ging es wirklich super. Damit war ich schon ganz schön spät dran für den Stadtmantel Sew Along, aber die liebe Meike hat den Linkup freunlicherweise noch eine Woche länger geöffnet.

Nähen

Nach dem Zuschneiden des Stoffes, habe ich direkt angefangen zu nähen. Ich muss sagen, ich bin sehr begeistert von dem Material. Nach den fiesen Flokatis und der flutschigen Blunika aus Viskose ist der Wollwalk eine Wohltat. Das merkt man schon beim Zuschneiden, aber auch später beim Nähen. Die Schnittteile habe ich dieses Mal nicht mit Nadeln gesteckt, sondern mit diesen kleinen Klammern fixiert. Da der Walk sehr dehnbar ist, muss man etwas darauf achten, die Schnittteile gut ineinander zu passe. Dank Passezeichen und der feschen Klammern hat das total super geklappt. Und ich mag den Kontrast dunkellila-apfelgrün dabei.

Stadtmantel Sew Along - Grundgerüst

Die Abnäher hinten, die hintere Mitte und die Teilungsnähte vorne habe ich sehr sorgfältig gesteckt und genäht. Davor hatte ich etwas über den Kragen gegrübelt, der ja auf allen Bildern des Stadtmantels zu erkennen ist. Aber es gibt kein Kragenteil. Auf dem Schnittmusterbogen nicht. Auch nicht bei dreimal Hinschauen. In der Anleitung wird kurz „das Kragenteil“ erwähnt, aber es taucht nicht in der Liste der Schnittteile auf. Nunja, irgendwann kam ich dahinter, dass dieser rechteckige „Zipfel“ am Vorderteil wohl der Kragen sein muss (und nicht irgendwas Kreatives an der Schulternaht) und in der hinteren Mitte geschlossen werden muss, um im Nackenbereich festgenäht zu werden. Stadtmantel Sew Along - Kragen

Da Geduld eine meiner großen Stärken ist (wieherndes Gelächter aus dem off) und ich unbedingt endlich anprobieren wollte ausprobieren wollte, ob das mit dem Kragen so läuft wie gedacht, heftete ich die hintere Kragennaht mit langen Stichen. Danach schnell die Seitennähte geschlossen und den Kragen hinten an das Oberteil genäht. Angezogen.

Erste Anprobe

Ich war von der ersten Anprobe so begeistert! Der Mantel (ich hatte nach etwas Grübelei Größe 1 gewählt) sitzt super und schmiegt sich sehr weich an den Körper an. Und dabei sieht er so schick aus! Ich hatte direkt Herzchen in den Augen. Die Kinder teilten meine Begeisterung und gaben bei mir direkt zwei Kinder-Stadtmäntel in Auftrag. Wollwalk. Für meine beiden Schlammkatzen. Ist klar.Stadtmantel Sew Along

Bis auf die Druckknöpfe habe ich nun auch das fehlende restliche Material. Von dem Futter für die Ärmel habe ich noch mal welches nachgekauft und im Fundus entdeckte ich noch ein sehr gut passendes Webband für die Aufhänger und Tascheneingriffe. Natürlich werden als nächstes die ganzen Heftnähte wieder aufgetrennt. Danach wird ganz ordentlich der Kragen und der Beleg genäht. Für die Overlock habe ich perfekt passendes Garn geholt, um die Schnittteile schön abzuketteln. Nach Ärmel und Schulterbelegen würden dann nur noch die Druckknöpfe fehlen. Da ich leider keine farblich passenden Druckknöpfe gefunden habe, bestelle ich wahrscheinlich welche direkt bei Frau Crafteln im Shop. Da gibt’s die seit neuestem direkt in der richtigen Verpackungsgröße. Und dann hoffe ich, dass Ostern sehr viele schöne neue Stücke präsentiert werden beim Stadtmantel Sew Along.

12 Colours of Handmade Fashion – die Blunika in Beige

Tags

Bei der Jahresaktion rund um die Farbe von Selmin war Beige die Farbe des Monats Februar. Beige ist eine Farbe, mit der ich nicht sehr viel anfangen kann. Beige hat so etwas Ruhiges, Unklares, Kantenloses. Mit beige verbinde ich eher eine Gruppe älterer Leute, die an der Autobahnraststätte aus einem Reisebus strömend die Toiletten belegen. Aber beige an mir? Never! Aber dafür haben wir ja die 12 Colours of Handmade Fashion – um uns der Herausforderung zu stellen, auch mal mit unbequemen Farben zu arbeiten. Eigentlich will ich dieses Jahr ja möglichst wenig Stoff kaufen und so war ich ganz froh, dass ich im Stoffschrank noch einen Blusenstoff aus der Stoffwechselaktion hatte. Ein wunderschöner Stoff, nur bis jetzt fehlte mir immer die Inspiration.

Für den Stoff wollte ich einen Schnitt, der den schönen Fall des Stoffes, den Glanz und das Muster gut zur Geltung bringt. Also ein recht geradliniges Schnittmuster für ein Oberteil, z.B. eine einfache Tunika. Da der Stoff aber sehr schick ist, wollte ich ihn elegant verarbeiten wie eine Bluse. Also nähte ich eine „Blunika“, ein Oberteil, das beides vereint. Das für mich perfekt passende Schnittmuster ist Modell 108 aus Burda 7/2008. Meine Blunika hat angeschnittene Ärmel und eine schön geschwungene Passe mit einer Kellerfalte.

Im Rückenteil ist ein Reißverschluss angebracht. Durch zwei Abnäher ist das Rückenteil schön tailliert. Das Vorderteil ist deutlich weiter und durch die Kellerfalte sieht die Blunika von der Seite ein bisschen aus, als würde sie einen Babybauch verstecken. Aber vielleicht sehe das auch nur ich.

Schon während des Nähens wurde mir klar, dass die Bluse für mich kein Alltagsteil sein wird. Da ich für die Arbeit nur zu wichtigen Meetings oder Tagungen schick aussehen muss, werde ich die Blunika eher zu besonderen Anlässen tragen. Sie lässt sich perfekt mit meinem dunkelblauen Blazer kombinieren. Auch das Tochterherz rief beim Anziehen des Blazers sofort: „Mama, das sieht richtig geil aus!“ 

Um zu sehen, ob einem eine Farbe steht, soll man ja nun möglichst ungeschminkt bei Tageslicht mal eine Anprobe wagen. Und was ist da mein Fazit? Ein klares Mmmmmmnaaaaajaaaaa. Ich bin immernoch etwas zwiegespalten und fremdele mit der Farbe. Es ist ein recht dunkles Beige, das ist glaube ich ganz gut. Auch der Glanz und das Muster machen die Blunika einfach zu etwas Besonderem.

Dennoch wird beige nicht meine Farbe werden, zumindest nicht zur Zeit. Trotzdem bin ich froh, bei der Aktion mitzumachen und so einmal den tollen Stoff vernäht zu haben. Er lag ja jetzt schon eine ganze Weile, aber endlich habe ich den perfekt passenden Schnitt gefunden und hatte Motivation, die Blunika zu nähen. Wie die anderen Kreativen das Thema beige umgesetzt haben, findet ihr bei Tweed and Greet.