Frohes neues Jahr – 2020 ist da!

Wir sind, wie immer denkbar unspektakulär, im allerkleinsten Familienkreis in’s neue Jahr gerutscht. Leicht übermüdet haben wir am Neujahrsmorgen festgestellt, dass das Klopapier alle ist und schon hatte das neue Jahr einen gewaltigen Riss. Das fängt ja gut an! Bei euch war es hoffentlich genauso harmonisch und vielleicht sogar ohne böses Erwachen, größeren Kater oder sonstige Nachwehen am ersten Tag des neuen Jahres. In meiner üblichen Jahresend-Lethargie habe ich es 2019 nicht mehr geschafft, einen Jahresrückblick zu schreiben. Aber was könnte man mit ein paar wohl gemeinten Neujahrswünschen besser verbinden, als einen Jahresrückblick in das Alte und eventuell sogar einen kleinen Ausblick in das Neue?

Nähtechnisch fing das letzte Jahr mit der wunderbaren Annäherung in Bielefeld an, die wie immer ein grandioser Start in das Jahr war, denn, egal welche Sorgen einen plagen, in Bielefeld ist alles gut. Vielfach wurde dort betrauert, dass einige Nähblogs ganz schön eingeschlafen seien, teils wegen der neuen Regelungen zur DSGVO, weil sich persönliche Schwerpunkte verschoben haben oder auch weil ein Teil der Nähbloggerei nach Instagram umgezogen ist. Dort liest man aber leider wenige Details zu Schnittmustern, Nähtechniken und Stolperfallen, auch wenn die Bilder der selbst geschaffenen Werke natürlich nach wie vor inspirierend sind. Also nahm ich mir vor, wieder etwas mehr zu bloggen, was auch teilweise geklappt hat. Zumindest links und rechts meines großen Projektes Promotion, dass ich im letzten Jahr endlich abschließen konnte, ist mir das Bloggen wieder etwas regelmäßiger gelungen.

Neben schnellen Nähprojekten habe ich in diesem Jahr kleinere Bauprojekte und auch meine Erfahrungen in Westafrika verbloggt. Im Frühjahr und Sommer war ich wieder viel im Garten, aber vielleicht sollte ich den einfach auch noch in mein Blog holen, auch wenn es thematisch vom eigentlichen Grundgedanken etwas abweicht. Insgesamt war es für mich ein sehr turbulentes Jahr. Und wie zu jedem Jahreswechsel, wenn die Zeit etwas verlangsamt scheint, hoffe ich auch dieses Jahr, die Ruhe zwischen den Jahren so lange wie möglich erhalten zu können. Und werde spätestens Ende Januar von der Realität eingeholt.

Vermutlich werde ich auch deswegen blogtechnisch eher tief stapeln. Bei Nähprojekten wird es trotz aller Motivation bei realistischen, einfachen Dingen bleiben. Jerseykleider. Die gehen immer. Aber ich habe auch einige neue Schnittmuster gekauft, mit denen ich meine Oberteilschwäche in Angriff nehmen will und die mir ein paar flatterige Sommerkleider ermöglichen.

Damit lässt sich ganz gut in das neue Handmade-Jahr starten.Auch schon angefangene Projekte, wie die Schmusedecke vom Sandmann, könnte man ja eigentlich mal abschließen, auch wenn ich nähen für andere gern etwas aufschiebe. Von der Annäherung aus dem letzten Jahr liegt hier auch noch eine angefangene Jacke rum, die ich eigentlich im Januar fertig nähen könnte. So schließt sich der Kreis.

Alles in allem wünsche ich euch für 2020 Kreativität, Freude, Ruhe und Zufriedenheit. Und nicht zuletzt die Weisheit, dass zu schätzen, was man hat (anstatt dem nachzutrauern, was man nicht hat). Stay safe.

CC BY-NC-SA 4.0 Frohes neues Jahr – 2020 ist da! von Marja Katz ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Marja Katz

Biologin aus Köln mit zwei kleinen Kinnings. Liebt ihre Familie, ihre Nähmaschine, ihr Cello.
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