Weihnachtskleid Sew Along – Teil 4

Heute geht es an das vierte Treffen beim Weihnachtskleid Sew Along. Nächste Woche ist schon das Finale! Das Thema heute ist:

– Fertig. Mit Kleid 1, 2 und 3. Jetzt kann ich noch ein Jäckchen stricken, eine passende Tasche nähen und die letzten Weihnachtskekse backen.
– Puh, ich habe die knifflige Stelle gemeistert und bin wahnsinnig stolz auf mich. Nie hätte ich das gedacht.
– Jetzt aber los. Die letzten Geschenke besorgen, das Weihnachtsmenü planen und natürlich noch das Kleid säumen.

Ganz so weit bin ich leider noch nicht. Zwar habe ich knifflige Stellen gemeistert, aber es liegt auch noch einiges vor mir. Dennoch – ich habe das Kleid schon angezogen und es sitzt sehr gut. Auf den ersten Blick fehlen nur noch die Ärmel, die schon fertig abgekettelt auf ihren Einsatz warten.

Weihnachtskleid - Ashland Dress

Allerdings ist mir am hinteren Vorderteil noch ein Passformfehler aufgefallen, den ich beim letzten Mal nicht hatte. Da hatte ich Größe 6 kopiert, die Seitennähte etwas rausgelassen und das Kleid passte gut. Dieses mal habe ich direkt Größe 8 kopiert, mit normaler Nahtzugabe genäht und dann festgestellt, dass ich im Rücken etwas zu viel Stoff an der Schulterpartie habe. Das ist mir schon einmal mit einem Butterick-Schnitt passiert, weil ich nicht so eine amerikanische Sanduhr bin. Schmale Schultern, schmaler Rücken, aber keine Wespentaille. Wenn ich die Schnittgröße nach der Taille wähle, habe ich im Rücken manchmal etwas viel Stoff. Da der Beleg schon angenäht ist, bin ich nicht ganz sicher, was ich tun soll. Ich könnte natürlich am Reißverschluss etwas enger machen, aber ich könnte oben an der Schulter auf jeder Seite locker 2-3cm herausnehmen. An der Taille habe ich aber nicht so viel Spiel. Ich hatte überlegt, den Beleg wieder abzutrennen, oben im Schulterbereich noch zwei Abnäher einzuziehen und den Reißverschluss dort zu lassen, wo er ist. Geht sowas oder sieht das komisch aus? Oder soll ich es doch so lassen wie es ist und erst einmal die Ärmel einsetzen? Meinungen dazu?

Weihnachtskleid - Ashland Dress

Ich wurde ja noch gebeten das Innenleben zu zeigen, was nicht so ganz einfach ist, weil ich da noch weit entfernt von fertig bin. Da ich nach Anleitung angefangen habe und dann merkte, dass das mit einem Futterrock (ist eigentlich nicht vorgesehen) viel unschönes Gemurkse gibt, weiche ich etwas vom Plan ab. Wenn ich das Kleid noch mal in der Winter-Variante nähe, nehme ich das komplette Oberteil doppelt, nicht nur das Vorderteil. Das Rückenteil wird zwischen den Stofflagen des Vorderteils zwischengefasst. Das Taillenband ist hier am Rückenteil (links) schon drin, muss auch am Vorderteil noch angenäht werden und der Futterrock angenäht werden. Die Seitennaht innen zwischen Vorder- und Rückenteil werde ich wohl von Hand schließen.Weihnachtskleid - Ashland Dress

Die seitlichen und hinteren Kanten der Rockteile habe ich mit der Overlock abgekettelt. Außerdem habe ich die Kanten des hinteren Vorderteils abgekettelt, um den Reißverschluss einnähen zu können. Der Beleg für den hinteren Halsausschnitt sitzt schon und wird an Reißverschluss und Oberteil von Hand befestig. Auch die Schulternähte innen (das Rückenteil wird auch hier zwischen die beiden Stofflagen des Vorderteils zwischengefasst) werde ich von Hand schließen. Den Ärmelausschnitt werde ich dann ringsum mit der Overlock versäubern und die abgekettelten Ärmel einsetzen. Ein komplett gefüttertes Oberteil wäre – wie schon geschrieben – viel einfacher. Mache ich beim nächsten mal. Wenn ich fertig bin, kann ich das Innenleben noch einmal genauer zeigen. Auf links angezogen sieht man das wahrscheinlich am besten.Weihnachtskleid - Ashland Dress

Den passenden Schmuck zum Kleid habe ich heute vormittag fertig gestellt, werde ihn aber erst zeigen, wenn das Ensemble komplett ist. Bis dahin verweise ich an die anderen fleißigen Weihnachtskleid-Näherinnen beim Weihnachtskleid Sew Along 2015.

Sommerkleid aus Manila

Es ist gar nicht lange her, genauer gesagt war es erst Montag, als ich in den liebsten Stoffladen der Nachbarschaft schlenderte, um einen Stoffrest abzuholen, den die Chefin mir liebenswürdigerweise zurückgelegt hatte (es sind Vögelchen drauf!). Wie es so ist, wenn man bei Myo vorbeikommt, werden nach einem kürzeren (oder längeren) Tratsch die neuesten Stofflieferungen bewundert. Hinter ein paar Ballen versteckt, entdeckte ich eine Swafing-Schönheit: ein wunderbar leicht fallender Viskose-Jersey, grau meliert mit Blumendruck. Der Druck hat so phantastisch zum grauen, nassen Schafskälte-Wetter gepasst – ich musste ihn einfach haben.Toni von Milchmonster aus Manila von SwafingNun gibt es da das Problem, dass ich vom Liebsten eine Art Stoffkauf-Verbot bekommen habe. Weil unsere Wohnung mit meinem Nähkrempel und Stoffbahnen langsam – sagen wir – unübersichtlich wird. Also war die Idee, dass ich den Stoff so schnell vernähe, dass er das legendäre Stoffwagen-Lager gar nicht erst aus der Nähe sieht. Myo Stoffe kam mir bereitwillig entgegen und überließ mir ein wenig um ein Designbeispiel probezunähen. Also landete der Stoff am selben Tag noch zum Vorwaschen in der Waschmaschine und wurde sorgfältig trockengebügelt.Toni von Milchmonster aus Manila von SwafingDa ich erst kürzlich eine Toni von Milchmonster genäht hatte und von der Passform und Bequemlichkeit des Raglankleides total begeistert war, fiel die Entscheidung über das Schnittmuster nicht sonderlich schwer. Passend zum kühlen Wetter wählte ich die Variante mir 3/4-Ärmeln, damit ich auch an sommerlichen Regentagen etwas Farbe in’s Grau bringen kann. Toni von Milchmonster aus Manila von SwafingGetreu dem Motto: „Ist der Schnitt erst mal kopiert, näht es sich ganz ungeniert“, habe ich die Rohform des Sommerkleides noch am selben Tag anprobiert. Die Feinheiten folgten dann an den folgenden Tagen und fertig war das selbstgenähte Sommerkleid, blog- und bürotauglich, wie sich das gehört.Toni von Milchmonster aus Manila von SwafingSo schön leicht wie der Stoff fällt, könnte ich mir auch sehr gut einen Ballonrock, ein blusiges Oberteil oder ein Stück mit Wasserfallkragen damit vorstellen. Wer dieses Schmuckstück sein Eigen nennen möchte, sollte fix mal bei Myo vorbeischauen – solange es ihn noch gibt 😉 Damit gebe ich ab zu Rund ums Weib, wo jeden Donnerstag Dinge präsentiert werden, die frau für sich selbst genäht hat.

Spring Style Along – On the verge of sewing

Beim heutigen Treffen des Spring Style Along, Verlinkung diesmal wieder bei Alex, geht es noch einmal um die Vorbereitungsphase. Das Thema heute ist: Der Zuschnitt ist gemacht, bald kann es losgehen. Ich habe schon eine kleine Garderobe aus geliebten Stücken zusammengestellt. Die ersten Stücke sind gefunden, jetzt schnell das Hauptthema!

Ich wäre gern schon ein kleines bisschen weiter, auch wenn ich wirklich schon einiges geschafft habe. Ich habe mich ein bisschen bei dem Geburtstagskleid für meine Nichte vertüdelt. Wobei vertüdelt eigentlich nicht das richtige Wort ist, denn genau genommen hat meine Nähmaschine nicht mehr richtig genäht und ich hatte wirklich Angst, dass sie den Geist aufgegeben hat. Das Beheben der Fehler hat ziemlich viel Zeit gekostet und so habe ich noch kein Teil für mich fertig gestellt. Dafür aber zugeschnitten. Der Schnitt für das Burda-Kleid ist ja zum Glück schon kopiert gewesen und so konnte ich heute in der Mittagspause das Kleid zuschneiden.Viskose zuschneiden für ein Frühlingskleid

Das Eisblumenkleid – Butterick 6018

Vorhang auf! Es ist vollbracht. Endlich habe ich mein Eisblumenkleid fertig gestellt. Nachdem ich mit dem Probekleid – das Kleid der Herzen – einige Scherereien hatte, wurde mir beim Nähkränzchen empfohlen, das eigentlich geplante Kleid direkt nachzuschieben. Auch wenn ich jahreszeitlich eigentlich schon einen Schritt zu weit im Frühling war. Aber das Argument, dass ich jetzt noch genau über Änderungen am Schnittmuster Bescheid wisse, hat mich letztendlich überzeugt. An die geplanten Änderungen an der Ärmelkugel, dem Ärmelausschnitt etc. hätte ich mich im kommenden Winter auch kaum noch erinnern können. Aber der Reihe nach.Butterick 6018 mit langen Ärmeln

Zuerst war da der Stoff, den ich bei unserem gemeinsamen Nähnerd-Ausflug nach Krefeld bei Fashion for Designers auf einer Musterkarte entdeckte: Eine relativ starke, aber dehnbare Baumwolle mit einem atemberaubenden Muster in verschiedenen Blautönen. Das Muster sah für mich nach einer Mischung aus Ornamenten, stilisierten Kreuzen und Eisblumen aus – in allerschönster Skyrim-Optik. Trotz des relativ hohen Preises (18€/m) habe ich mir 3m des Stoffes bestellen und aus Spanien liefern lassen. Als der Stoff ankam, war ich total verzückt, aber auch genauso ratlos, mit welchem Schnitt dieser Stoff wohl am besten wirken würde. Mir schwebte wegen des Musters eine Art Eiskönigin-Kleid vor. Nicht zu weit ausgeschnitten, evtl mit Kragen und Ärmeln, die mindestens über den Ellenbogen reichen. Lange habe ich kein richtiges Schnittmuster gefunden, aber nach Empfehlungen auf Twitter bin ich schließlich auf den Retro-Schnitt von Butterick gekommen – Butterick 6018. Das Kleid gibt es einmal mit herzförmigem Ausschnitt und einmal mit Reverskragen, an den kurzen Ärmeln sind Manschetten angebracht. Die sehr feminine Silhouette von Butterick 6018 und die Details Kragen, hochgeschlossen, Manschetten passten für mich sehr gut zu den Attributen, die ich mit so einer Eiskönigin verbinde: unnahbar, formal, eisig weiblich und nicht zuletzt: winterfest. Gerade auch das letzte war für mich wichtig, da ich kaum langärmelige Kleider im Schrank habe und diesen Stoff perfekt fand, die Lücke zu schließen.