Adventsbrot

Wintersonnenwende. Es dauerte schier endlos, bis die Sonne heute morgen aufging. Dann tat sie es doch, als strahlender Beweis, dass die Tage wieder länger werden. Endlich. In der dunklen Zeit des Jahres machen wir es uns drinnen mit vielen Kerzen und Gebäck gemütlich. Nachdem wir auf Arbeit kürzlich ein Adventsbrot vom Bäcker mitgebracht bekamen, wollte ich heute unbedingt noch einmal eins essen. Also überlegte ich, wie man es wohl am besten backen könnte, tat im Kopf die liebsten Früchte und Nüsse beisammen und schlumpfte mir ein paar Gewürze herbei.

Da ich gerade Sauerkraut knetete und Rotkraut einkochte (warum beginnen und enden meine Urlaubstage eigentlich immer in der Küche?), lief der beste Mann schnell die erträumten Nüsse und Früchte holen. Pekanüsse, Aprikosen, Cranberries, Walnüsse…Versuchung und Sehnsucht in einem. Ich rührte und knetete alles zusammen, nebenbei überzog das köchelnde Rotkraut die ganze Wohnung mit einem Duft, als würden wir einen illegalen Glühwein-Ausschank betreiben. Das Adventsbrot war mehr als umwerfend und deswegen müsst ihr auf diesem Nähblog schon wieder ein Rezept lesen.

Du brauchst:

750g Dinkelmehl (630)

150g Honig (oder braunen Zucker)

3 TL Spekulatiusgewürz

1 TL Back-Kakao

55g Pekanusskerne

50g Walnüsse

55g Pflaumen (getrocknet)

40g Datteln (getrocknet, entsteint)

80g Aprikosen (getrocknet)

80g Cranberries

gut 1/2 Würfel Frischhefe oder 1,5 Packungen Trockenhefe

380ml warmes Wasser

Für das Adventsbrot musst Du zunächst die Nüsse und Früchte grob hacken. Natürlich kannst Du die Zutaten auch austauschen und Rosinen, Haselnüsse oder Feigen in den Teig einarbeiten – ganz so, wie Du es am liebsten magst. Mische das Mehl mit den Gewürzen und vermenge in einer Kuhle die Hefe mit etwas Mehl und warmem Wasser. Lass das Gemisch etwa 20 Minuten ruhen, bevor Du alle übrigen Zutaten hinzugibst und den Teig gut durchknetest.

Das Adventsbrot ist etwas behäbig, also gib ihm Zeit. Lass es 1,5-2h an einem warmen Ort gehen, bis der Teig sich mehr als verdoppelt hat. Ich habe den Teig etwa alle 30 Minuten gefaltet, um ihm mehr Spannung und Struktur zu verleihen. Während das Adventsbrot geht, kannst Du den Ofen schon einmal auf 180°C vorheizen.

Das Adventsbrot rund wirken, kreuzweise einschneiden und bei 180°C ca. 50 Minuten lang backen. Danach etwas abkühlen lassen und lauwarm genießen. Am besten schmeckt mir das Adventsbrot mit etwas Butter bestrichen, aber auch mit Marmelade, Honig oder ganz ohne Belag ist es sehr lecker.

CC BY-NC-SA 4.0 Adventsbrot von Marja Katz ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Biologin aus Köln mit zwei kleinen Kinnings. Liebt ihre Familie, ihre Nähmaschine, ihr Cello.
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