Schlafanzüge für Kinder

So langsam wird es Zeit, ein paar Sachen zu zeigen, die eigentlich schon lange fertig sind. Auf der Annäherung im letzten Jahr sind einige schöne Dinge entstanden, die ich irgendwie nie gebloggt habe und das soll natürlich nicht noch einmal passieren. Dieses Jahr hatte ich wieder ein paar ganz einfache Jersey-Teile mit. Die kann man gut einschieben, wenn es bei einem der größeren Projekte hakt. Dieses mal habe ich Schlafanzüge für Kinder genäht.

Ich hatte dafür kein Schnittmuster. Ich habe einfach einen Standard-Schnitt für ein Oberteil und einen für Leggings genommen und alles etwas weiter und länger zugeschnitten. Bunt geringelte Bündchen machen einen schönen Abschluss. Mein Plan war erst, dass sich jedes Kind eine eigene Bündchenfarbe aussucht, damit man die Schlafanzüge unterscheiden kann. Da beide unbedingt die bunten Ringel wollten, sind es dann doch zwei identische Sets geworden.

Damit man sie dennoch unterscheiden kann, habe ich unterschiedliche Webbänder am Bund der Hosen und der Oberteile angebracht. Da konnten die Kinder sich glücklicherweise für zwei unterschiedliche Designs entscheiden. Der Stoff des Oberteils kommt von Stoff&Stil. Den Jersey für die Hosen habe ich mal auf dem Stoffmarkt gekauft. Es ist ein sehr schöner T-Shirt-Jersey, der dunkelblau meliert ist. Den habe ich damals an einem Stand von Traumbeere gefunden. Tolle Qualität, den werde ich mir bestimmt noch einmal holen.

Die Kinder finden ihre neuen Schlafanzüge ganz toll. Ihnen gefällt nicht nur, dass beide exakt gleich sind. Sie mögen auch sehr, wie hübsch die Stoffe sind. Außerdem sind die Schlafis unheimlich gemütlich und bequem. Man kann jede Menge Quatsch in ihnen machen, wenn man vielleicht doch nicht vorhat zu schlafen.

Kostüme für Kinder – Eisbär und Pferd

Nachdem die Kostümproduktion mit ein paar Metern Flokati im letzten Jahr ziemlich eskaliert ist, wollte ich es dieses Jahr etwas ruhiger angehen lassen. Die Kostüme für die Kinder wurden natürlich wieder selbst genäht und vorher entsprechend gewünscht: Liese wollte ein Eisbär werden und Fefi ein Pferd. Nichts leichter als das! sagte ich mir, holte „ein bisschen Stoff“ und legte los. Tatsächlich sind die Kostüme in diesem Jahr recht einfach, aber wirkungsvoll.

Beide Kostüme sind einfach aus einem Longsleeve und einer Leggins abgeleitet. Die Oberteile habe ich an den Ärmelsäumen jeweils mit etwas Fell versehen. Der Eisbär hat eine weiße Leggins dazu bekommen. Über die Leggins kommt eine kurze Hose aus weißem Fell. Am Popo ist ein kleines Schwänzchen in der hinteren Naht mitgefasst. Das wackelt auch lustig beim Tanzen und ist Lieses Liebling.

Für die Hände habe ich kleine Eisbärentatzen genäht. Innen sind sie mit hellem Jersey gefüttert, damit sie angenehmer zu tragen sind. Mit schwarzem Jersey sind noch Tatzen appliziert. Leider verschwinden die etwas in dem dichten Fell, aber vielleicht kürze ich das einfach auch noch ein wenig an den Stellen. Mit der Heißklebepistole habe ich noch runde Öhrchen an einen Haarreifen geklebt – und fertig ist das Eisbär-Kostüm.

Bei dem Pferd wusste ich zunächst nicht, wie ich anfangen sollte. Aus braunem Fell habe ich eine weite Leggins genäht und dazu ein Oberteil aus braunem Jersey. Auch hier ist das weiße Fell am Ärmel ein ganz hübsches Detail. Aus braunem Fell habe ich einen Stoffstreifen genäht, bei dem hinten schmale Jerseystreifen in braun und schwarz zwischen gefasst sind. Mit Gummizug versehen kann der Pferdeschwanz so einfach an und aus gezogen werden. Ich wollte den langen Pferdeschwanz nicht direkt an der Hose anbringen, damit der kleine Kerl nicht jedes mal halb nackig dasteht, wenn beim Toben aus Versehen jemand auf den Schwanz tritt.

Da Fefi unbedingt Hufe wollte, habe ich für die Hände und Füße welche aus Moosgummi gebastelt. Die Form habe ich erst frei Hand auf Papier gezeichnet, um zu schauen ob sie gut um die Handgelenke und Beine passt. Dann habe ich sie aus Moosgummi ausgeschnitten, die Ecken gelocht und ein Satinband durchgezogen. Das Band ist in der Mitte innen mit Heißkleber befestigt, damit der Kleine es nicht verliert.

Noch kurz bevor es ernst wurde, fand ich, dass das Pferd unbedingt auch Ohren braucht. Also noch fix ein Stirnband aus dem Jersey genäht und Ohren aus Fell angesetzt. Der absolute Hingucker ist allerdings die Mähne. Für das Styling (Rasieren plus Aufstellen) ist der Papa zuständig. Der ist da tatsächlich gar nicht aus der Übung. Gut für den Jungen.

Das war die Kostüm-Action für die Kinder dieses Jahr. Ziemlich schaumgebremst. Die Kostüme sind robust, recht einfach und schnell zu machen. Und die Kinder sind wirklich sehr glücklich, mit ihren Kostümen. Natürlich gehen sie auch immer wieder gern an unsere Kostüm-Schublade und nehmen sich Kostüme aus den vergangenen Jahren. Vor allem der Regentropfen ist auch bei Besuchs-Kindern sehr beliebt. Es ist toll, wenn die Kostüme auch außerhalb der Saison geliebt und getragen werden.

Meine Schmusedecke nähen

Bei uns in der Familie sind alle Kinder große Fans von der Schmusedecke, deren Geschichte in kurzen Episoden beim Sandmännchen auf dem Kika erzählt wird. Die Schmusedecke ist eine Patchwork-Decke, auf der lustige Tiere leben. Sie helfen sich bei Kummer gegenseitig und erleben einiges gemeinsam. Die kleinen Filme sind wirklich sehr liebevoll gezeichnet und inszeniert. So verwundert es nicht, dass die Schmusedecke so erfolgreich ist, dass  sie als ‚Patchwork Pals‘ nun auch im englischsprachigen Ausland zu sehen ist. Die Kinder äußerten schon früh den Wunsch, dass ich ihnen Meine Schmusedecke nähen soll, zum Kuscheln ganz in echt. Seit dem Frühjahr gibt es nun das Schnittmuster für die selbstgenähte Schmusedecke und endlich bin ich mal dazu gekommen, die Decke in Angriff zu nehmen.

Meine Schmusedecke nähen

Vor den Sommerferien hatte ich das Schnittmuster mit allen Blöcken einmal ausgedruckt. Als kleine Gedankenstütze malten die Kinder die Figuren aus, damit ich auch weiß, wie sie am Ende aussehen sollen. Ein wunderbares Projekt, um Stoffreste zu verwerten! Die Decke besteht aus 5 mal 9 Blöcken. Alle Schmusetiere aus der Serie sind vorhanden. Am besten druckt man das Schnittmuster gleich mehrfach aus, denn die kleinen Einzelteile der Tiere überlappen teilweise und sollten einzeln ausgeschnitten werden. Bei den vielen, vielen kleinen Teilen wurde sehr schnell klar, dass hier einiges an Arbeit vor mir liegt und das Projekt wohl viel Zeit in Anspruch nehmen wird.Meine Schmusedecke nähen

Deswegen habe ich zwischendurch schon die ersten Blöcke für die Schmusedecke zugeschnitten, auf die die Tiere dann appliziert werden. Mit Rollschneider und Schneidematte gelingt es doch recht schnell, die 19x19cm großen Quadrate zu schneiden. Auch die Dreiecke in passenden Farben, die dann an die Ecken genäht werden, gehen mit Rollschneider ganz fix. Ich bin ganz froh, in meiner Restekiste noch einige einfarbige, schöne Baumwollstoffe gefunden zu haben. Ich muss vermutlich nur ein oder zwei Farben dazukaufen – Violett- und Purpurtöne habe ich kaum auf Lager.Patchwork Zuschnitt

Es macht aber auf jeden Fall schon richtig Spaß, die Quadrate und Tiere einmal zusammen zu arrangieren. Da der gefräßige Fuchs eine sehr zentrale Figur auf der Schmusedecke ist, werde ich ihn als erstes nähen. Die passenden Stoffe für den Hintergrund liegen schon bereit.Meine Schmusedecke vom Sandmann nähen

Die Meine Schmusedecke nähen – das ist wohl ein ziemlich ambitioniertes Projekt und ein wenig graut es mir, die ganzen Kleinteile einzeln zu applizieren. Aber was tut man nicht alles für leuchtende Kinderaugen. Und eigentlich ist eine Patchwork-Decke auch ein ziemlich gutes Projekt für den Herbst. Ich hoffe, ich komme möglichst schnell mit den 45 Blöcken voran. Die Schmusedecke ist heute mein Dienstags-Projekt beim Creadienstag. Schaut dort doch einmal vorbei, welche tollen Ideen andere Kreative heute vorstellen.

Ein Monsterkostüm für Karneval

Endlich fertig, endlich geschafft! Wir sind Monster! Drei Meter Flokati habe ich erfolgreich umgesetzt in zwei Monsterkostüme für Karneval. Schon beim Zuschneiden war es eine absolute Materialschlacht, Flusen überall! Zu allem Überfluss habe ich mir auch noch in den Kopf gesetzt, gescheckte Monster zu machen. Also habe ich tatsächlich jeden Farbtupfer einzeln aufgenäht, wie ich es im letzten Post zu Flokati schon beschrieben habe. Der Hinweis von Zedena in den Kommentaren, man könne auch von der Rückseite zuschneiden, war super. Wenn man sehr vorsichtig ist und nur das Gewebe zertrennt, zerschneidet man wenig vom eigentlichen Fell. Das gibt nicht nur weniger Flusen, sondern sieht am Ende auch noch besser frisiert aus.

Monsterkostüm nähen

Ich habe für das Oberteil eine sehr weite Jacke aus der Ottobre 4/2014 genommen und in Größe 122 zugeschnitten. Das ist ein bis zwei Größen größer als die Kinder benötigen. Der Plan war, dass sie die Kostüme im Straßenkarneval einfach überziehen können und keine Jacke brauchen. Dafür passt darunter noch warme Kleidung, damit die Zwergenmonster nicht durchfrieren. Statt einer durchgehenden Knopfleiste habe ich das Vorderteil im Bruch zugeschnitten und oben eine kurze Knopfleiste eingefügt. An dem Schnitt hat mit besonders gut gefallen, dass die Kapuze oben noch einen abgerundeten Streifen hat. So konnte ich in der Mittelnaht der Kapuze einen kleinen Iro einfügen und an der Seitennaht der Kapuze kleine Ohren einbauen.

Monsterkostüm nähen - Kapuze mit Ohren

Passend dazu habe ich noch Hosen genäht, sehr flauschige Angelegenheit. Damit sie sich besser tragen, habe ich sie mit altem Jersey gefüttert. Der Flokati ist von innen sehr rauh und bei wärmerem Wetter – an Karneval ist von Schnee bis 15°C Sonne ja bekanntlich alles möglich – ist eine Strumpfhose darunter vielleicht zu warm. So fühlen sich die Monsterhosen von innen an wie eine weiche Leggins und von außen haben sie die komplette Monster-Optik. Taschen habe ich weder bei den Hoodies noch bei den Hosen eingebaut.

Monsterkostüm nähen - Hosen aus Flokati

Das zweite Monsterkostüm ist grün mit lila Flecken, wie man bei den Hosen schon sieht. Theoretisch könnten die Kinder Ober- und Unterteile sogar mixen, was ich mir ganz lustig vorstelle. Auch hier gibt es Ohren und Iro in der Kapuze, wobei das lila Fell deutlich längere Zotteln hat. Deswegen sieht man die Form der Ohren nicht so deutlich. Der Iro ist quasi nur ein in der Mittelnaht eingefasster Schrägstreifen. Ursprünglich hatte mir vorgestellt, in der Mittelnaht des Rückenteils noch Drachenzacken einzunähen. Aber das wäre nicht nur zuviel Aufwand gewesen, auch das Material hätte dafür nicht gereicht. So habe ich einfach Flecken appliziert und den Flokati auch fast komplett aufgebraucht.

Monsterkostüm nähen

Auch die Oberteile sind komplett mit Jersey gefüttert, damit sie sich angenehmer tragen und auch als „normaler“ Hoodie funktionieren. Für das Futter habe ich insgesamt auch noch einmal 3m alter Jersey verbraucht. Das war ganz toll, weil ich auch Reststücke verwenden konnte, die für richtige Kleidung kaum gereicht hätten.Monsterkostüm nähen - gefütterte Kapuze

So sind sie also rechtzeitig fertig geworden, die Kostüme für den Straßenkarneval draußen. Die Kinder sind total begeistert. Aber natürlich beharren sie trotzdem auf ihre Zauberer- und Hexenkostüme für die großen Partys drinnen. Die sind zumindest schon mal durchdacht und fast komplett zugeschnitten. Wenn die letzten Kostüme endlich fertig sind, steht einiges auf dem Plan für mich und den nahenden Frühling.

Strickpulli für Jungs aus Kuschelstoff

In letzter Zeit musste ich mir ordentliches Geschimpfe von meinen Kindern anhören. Ich würde ja ganz hübsche Sachen nähen, auch ganz tolle Kleider, wie z.B. das Waldkleid für Liese. Aber eigentlich nähe ich viel zu wenige Sachen für den Zwerg, Fefi geht viel zu oft leer aus. Das geht so nicht, das muss sich ändern, Mama! Beim letzten Stoffkauf mit den Kindern hatten sich beide einen Stoff ausgesucht, aus diesem Cord wollte ich nun endlich die Räuberhose nähen, die mein Kleiner sich so sehnlichst wünscht. Aber dann kam doch alles anders, denn vom Lieblings-Stoffladen um die Ecke wurde ich gefragt, ob ich nicht einen der schicken neuen Strickstoffe antesten wolle. Was für eine Frage!

Ein Schnittmuster war schnell ausgesucht und bei der Auswahl im Laden fiel mir auch schnell ein sehr schöner Strickstoff ins Auge. Warm, kuschelig, mit einem ganz weichen, lockeren Fall. Den wundervollen Cuarte Frio von Hilco gibt es meliert in verschiedenen Farben, so dass ich freie Wahl hatte. Ich nahm einen knappen Meter in Hellgrau und als Kontrast noch ein bisschen was in Petrol mit.

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Farblich passen die Stoffe alle sehr gut zusammen, aber mit dem Hellgrau kann man tatsächlich alles sehr, sehr gut kombinieren. So gut, dass ich schon überlege, was ich für mich davon nähen könnte. Aber halt. Ich muss ja erst mal die Näh-ToDo für Fefi abarbeiten. Der Schnitt ist Nr. 26 Beagle Boy aus der Ottobre 4/2013. Mir hat daran besonders gut gefallen, dass es kein langweiliger Pullischnitt ist. Die Flicken auf den Ellbogen werden am rechten Ärmel noch mit einer kleinen Tasche ergänzt.

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Das Shirt hat auch eine Kapuze, was der Kleine absolut liebt. Da wir sehr viel draußen sind, auch bei miesem Wetter, stehen bei uns Kleidungsstücke mit kuscheliger Kapuze hoch im Kurs. Gefüttert habe ich die Kapuze in Petrol, auch das Einfassband ist in dieser Farbe. Ich mag den Kontrast der beiden Farben unheimlich gern.

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Vorn laufen die Seiten der Kapuze diagonal übereinander. Eine sehr einfache Lösung, eine Kapuze anzunähen, da man nicht mit Ausschnittarten rumfummel muss, sondern die Kapuze einfach wie einen normalen Halsausschnittstreifen oder ein Bündchen annäht.kapuze2

Es war ehrlich gesagt das erste Mal, dass ich mit richtigem Strickstoff gearbeitet habe. Die hohe Dehnbarkeit macht das Nähen nicht gerade einfach, vor allem weil Strickstoff gern mal „wegflutscht“, getreu dem Motto: Heute hier, morgen dort. Dennoch lief das Nähen alles in allem unproblematisch. Der Stoff hat genügend Griff, dass man ihn gut verarbeiten kann und die Optik macht natürlich einiges her.

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Das findet auch mein Kleiner, so dass er hier nochmal ganz stolz seine Ärmeltasche zeigt. Da kann man sogar ein richtiges (kleines) Geld reinpacken! Als nächstes wäre dann also die Räuberhose dran, bevor ich mich vielleicht doch mal wieder eigenen Projekten widme. Bis dahin gebe ich ab an den Creadienstag, wo heute noch viele andere kreative Blogger ihre Projekte vorstellen.