Strickjacke und Winterrock

Draußen ist es noch winterkalt, und obwohl die Sonne scheint, will der Frost noch nicht weichen. Nach einer kleinen Zwangspause, die job- und krankheitsbedingt war, melde ich mich heute zurück mit einem selbstgemachtem Outfit, dass zum Winter passt. Ich gebe zu, dass ich selber nicht sooo gern stricke. Deswegen habe ich mir von meiner Mama eine Strickjacke zu Weihnachten gewünscht. Da meine Mama eine supergute Turbo-Strickerin ist, hatte sie die Jacke trotz kurzfristigem Wunsch pünktlich fertig.

Graue Strickjacke mit Trompetenärmeln

Butterick 6018 – Kleid der Herzen

Tatsächlich. Ich habe es geschafft. Das auf der Annäherung angefangene Kleid ist fertig. Eigentlich sollte es nur ein Probekleid werden, da ich mit dem Schnittmuster von Butterick gern einen sehr teuren Stoff verarbeiten möchte. Ich habe erst ein Kleid nach Butterick genäht, das mir auf Anhieb gut gepasst hat. Daher habe ich für dieses Probekleid dieselbe Größe zugeschnitten, nachdem ich im Schnittmuster die engsten Stellen nachgemessen und mit meinen Maßen verglichen hatte. Als ich den Stoff zeigte, habe ich schon sehr viele gierige Augen und großes Gejauchze erfahren. Die leichte, schwarze Viskose mit weißem Herzchen-Druck und breiter weißer Herzchen-Borte ist schon etwas Besonderes.

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Ufo-Abbau Sew Along

Teil 3 beim Ufo-Abbau Sew Along, so schnell ging das! Ich habe es zum letzten Termin beim besten Willen nicht geschafft, weil ich für die Annäherung doch einiges vorzubereiten hatte. Ich habe an meiner Jacke also nicht viel genäht, mich aber mental viel damit auseinander gesetzt. Gemeinsam mit den versierten Damen vom Kölner Nähstammtisch habe ich kurz beraten, ob und wie man die Jacke besser auf Taille bringen könnte. Entweder über die Seitennaht oder das Hinzufügen von Abnähern im Rücken. Auch über einen Riegel habe ich nachgedacht. Bei der Annäherung hatte ich die Jacke mit und von vielen Seiten gehört, ich solle sie unbedingt fertig nähen. Gut, dass ich dort einige Nähnerds um ihre Meinung gefragt habe! Die Passform wurde als gut beurteilt und eine Taillierung als nicht unbedingt nötig – denn es ist ohnehin kein klassischer Blazer-Schnitt und die Jacke ist nicht so weit, dass sie kastig wirkt. Was für ein Glück, dass ich diesen Austausch hatte! Mit der Motivation habe ich die Fütterung zusammen genäht.

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Die Abnäher in der Fütterung sind auch schon drin, aber ich habe mich gegen ein Füttern der Ärmel entschieden. Sie erschienen mir dazu zu eng und unbeweglich. Für eine Übergangsjacke reicht eigentlich auch eine Fütterung des Oberteils. Die Ärmel habe ich dennoch ein wenig ausgelassen und jetzt gefallen sie mir viel besser.

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Das alles habe ich Sonntag genäht, nach viel zu wenig Schlaf und einer gehörigen Portion Frustration über mein Herzekleid. Die Arbeit an der Jacke hat mich neu motiviert und so wollte ich direkt den Kragen anbringen. Also habe ich die Einlage zugeschnitten, aufgebügelt, geheftet und genäht. Nahtzugabe zurück und einschneiden, wenden – und. Ja, genau. Ich habe natürlich nicht rechts auf rechts zusammengenäht und nach dem Wenden zeigte eine Seite des Kragens wunderschön die Einlage statt des Oberstoffes. Tolle Wurst. Nach dem Trennen und neu Zusammenstecken war schnell klar: Die Nahtzugabe ist so großzügig zurück geschnitten, dass der Kragen nicht mehr zu gebrauchen ist. Also neu zuschneiden.

kragenDas ist jetzt natürlich nicht so schlimm. Aber ich habe dann Sonntag vorsichtshalber erst einmal aufgehört. Ich wollte nicht die Paspeltaschen nähen, den Stoff einschneiden und völlig übermüdet einen dummen Schusselfehler machen und die Jacke komplett versauen. Also liegt die Jacke erst einmal wieder im Dornröschenschlaf, während ich mir mit den Kindern im Erzgebirge einen kurzen Winterurlaub bei meinen Eltern gönne. Bis zum letzten Termin nächste Woche werde ich die Jacke auf keinen Fall fertig haben, die Termindichte und -knappheit des Sew Alongs hatte mich dann doch etwas zum falschen Zeitpunkt erwischt. Aber ich bin zuversichtlich, dass die Jacke bald fertig sein wird. Denn viel ist zum Glück nicht mehr zu tun und ich bin auf jeden Fall wieder motiviert, weiter zu machen. Die anderen Ufo-Bekämpferinnen findet ihr wieder bei Muriel.

Ufo-Abbau Sew Along – meine Übergangsjacke

Als Muriel vom Blog Nahtzugabe5cm vor ein paar Tagen auf Twitter fragte, ob es Interesse an einem Ufo-Abbau Sew Along gäbe, meldeten sich direkt einige hochmotivierte Nähnerds (mit sichtbar schlechtem Gewissen). Fast jede hat doch einhundert unfertiges oder verbesserungswürdiges Stück irgendwo in einer Box versteckt. Irgendwie fehlt immer die Motivation, das Teil endlich fertig zu machen. Ständig kommen neue spannende Projekte dazwischen und das Teil liegt und liegt und liegt… Im Rahmen des Sew Alongs wollen wir diesen Stücken zu Leibe rücken und hoffentlich endlich abschließen oder die Verbesserungen vornehmen, die nötig sind um es tragbar zu machen.

Das heutige Thema beim Ufo-Abbau Sew Along ist: Vorstellung Eurer UFOs – Warum ist aus dem Projekt ein UFO geworden? Was muss noch getan werden? Habt ihr eine Reihenfolge für Eure UFOs festgelegt?

Ich muss gestehen, dass ich gar nicht so wahnsinnig viele Ufos habe. Ein Oberteil müsste grundlegend überarbeitet werden. Eine schwarze Bluse fliegt hier unfertig rum, aber schon so lange, dass ich nicht einmal mehr weiß, ob ich den Stoff noch habe, um die Ärmel zuzuschneiden. Ahem. Außerdem müsste ein Kleid aus einem wunderbaren Stoff überarbeitet werden und ich hoffe, dass ich aus dem restlichen Stoff, den ich davon noch habe, ein neues Oberteil konstruieren kann. Aber das alles ist nicht so wichtig. Das schiebe ich schon Jahre vor mir her, da kommt’s auf eins mehr oder weniger nicht an. Wirklich wichtig ist mir, dass ich endlich meine Frühlings-, äh, Herbst-, äh, Frühlings-….naja, also dass ich meine Übergangsjacke endlich fertig nähe.

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Me Made Mittwoch mit Weihnachtskleid

Zum ersten Me Made Mittwoch des neuen Jahres treffen wir uns nach der Weihnachtspause, um unsere Lieblingsstücke aus dem vergangenen Jahr zu zeigen. Ganz leicht war das nicht für mich, denn ich habe einige mir sehr liebe Kleidungsstücke genäht. In harter Konkurrenz zum heute gezeigten Projekt steht mein Stoffwechsel-Ergebnis, bestehend aus Weste und Rock. Als Lieblingsteil 2014 zeige ich heute mein Weihnachtskleid – es ist Modell 123 aus Burda 9/2014. weihnachtskleid

Ich habe leider doch sehr viele Termine vom Sew Along verpasst und als das Finale anstand, war das Kleid zwar fertig – aber aufgrund von Krankheit und akuter Akku-Leere habe ich es einfach nicht geschafft zu bloggen. Der viele Zeitaufwand beim Zuschnitt hat sich doch gelohnt – an vielen Stellen trifft das etwas schwierige Karomuster (klein, 3 Farben, 3 verschiedene Streifenstärken) perfekt auf einander. Soweit es bei dem Schnitt möglich ist.weihnachtskleid3

Ich bin überrascht, wie angenehm sich der Flanell mit ein ganz klein wenig Stretchanteil trägt. Das Kleid ist warm und bequem, obwohl es sehr figurnah geschnitten ist. Flanell ist für mich ein voller Erfolg und ich werde mir sicher noch das eine oder andere Winterkleid aus diesem Material nähen.

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Besonders aufwendig – neben dem Muster – war bei diesem Kleid der Blindsaum und die „blinde Knopfleiste“ (oder wie auch immer man das nennen kann). Da der Stoff fein ist, wollte ich keinen maschinellen Blindsaum nehmen – die Gefahr, dass man die Maschinenstiche dann doch sieht, war mir etwas zu groß. Also habe ich komplett von Hand gesäumt. Und die Knopfleiste auf beiden Seiten innen komplett von Hand genäht. Das hat etwas gedauert. Ansonsten ist das Kleid aber wirklich schnell zusammengenäht, da nur das Oberteil gefüttert wird. Ich werde auf jeden Fall noch eine Version als Sommerkleid nähen – den passenden italienischen Stoff habe ich schon parat liegen.