FKSA – Endspurt

Nach einem tollen Tag mit Nähkränzchen bei Miri bin ich zwar eigentlich viel zu platt – aber einen kurzen Zwischenstand möchte ich trotzdem melden. Für den Frühlingskleid(ungs) Sew Along, das sich diesen Sonntag wieder bei Dana trifft, habe ich einiges geschafft. In meinem Frühlingskleid ist der Reißverschluss angebracht. Das Rockteil ist ordentlich angenäht und mit der Overlock versäubert. Der Unterrock ist angenäht, versäubert und auch die Spitze habe ich schon angebracht. Sogar ein Einfassstreifen für den Ärmelausschnitt ist schon (halb) angenäht.saum

Nun muss ich noch die Rüsche anbringen und die Einfassstreifen fertig stellen. Nach dem Einsetzen des Reißverschlusses war schnell klar: das Kleid sitzt perfekt!

Hoch motiviert bin ich dann heute in das Nähkränzchen gestartet- Da ich aber nicht mit einem fast fertigen Projekt riskieren wollte, irgendwann nichts mehr zu nähen zu haben, habe ich heute tatsächlich noch Butterick B5745 angefangen. Zwar hatte ich Schnitt kopieren und zuschneiden doch nicht vorher geschafft, dennoch habe ich es weit gebracht. Mit der Größe war ich erst unsicher, aber die Twitter-Nähnerds haben mich gut beraten. Meine sonst gut sitzende 36 habe ich gegen eine 10 bei Butterick getauscht und das hat auf Anhieb grandios gepasst. Also habe ich die Heftnähte gegen richtige Nähte getauscht und auch alles schon versäubert. Das war bei den immerhin knapp 20 Schnittteilen ein ordentlicher Berg Arbeit.

b5745

Zum Glück wird das Kleid nicht gefüttert. Demnach fehlen noch Reißverschluss, Ziernähte, Einfassstreifen und Saum. Endspurt also für zwei Kleider! Ob ich beide bis zum Finale fertig stellen kann? Wir werden sehen 🙂

FKSA – Frühlingskleid-Passform prüfen

Es geht in die vierte Runde beim Frühlingkleid(ungs) Sew Along – wir treffen uns wieder bei Dana und schauen, ob das Kleidungsstück grob passt, ob Probeteile genäht wurden und jetzt das eigentliche Kleid (o.a.) in Angriff genommen werden. Ich habe in dieser Woche das Futter genäht und mit dem Oberstoff verbunden. Da musste ein bisschen geruckelt werden, aber nun kann ich eine (fast) anziehbare Version präsentieren: fruehlingskleid

Die Seitennaht ist nur gesteckt, weil der Reißverschluss noch nicht eingenäht ist. Also nicht wundern, dass die etwas wellig aussieht. Die Rockteile sind erst einmal nur mit Heftnähten fixiert und werden noch ordentlich mit der Ovi genäht. Es hat etwas Zeit gekostet, die Flügelärmel exakt symmetrisch einzusetzen – aber auch das ist gelungen. Laut Anleitung sollte der Rand der Flügelärmel einmal eingeschlagen und abgesteppt werden. Doppeltes Einschlagen gegen Ausfransen hat wegen der Rundung und Stoffbeschaffenheit nicht geklappt. Also habe ich den Rand mit Zickzack umgenäht.fluegelaermelJetzt müssen noch der Reißverschluss und die Ärmeleinfassungen genäht werden. Vorne kommt mittig noch eine Knopfleiste und ich weiß noch nicht genau, ob ich die mit echten Knopflöchern nähe, oder die Knöpfe nur als Zierknöpfe annähe. Dann müssen die Rockteile noch etwas gekürzt werden. Volant und Spitze fehlen auch noch – aber das sind eigentlich Kleinigkeiten.

Sehr zufrieden bin ich mit der Passform. Finde ich bei Burda-Schnitten immer wieder beeindruckend, dass ich dort in der Regel nichts zu ändern habe und mir die Schnitte auf Anhieb passen. Auch meine Änderungen von Kurz- auf Normalgröße haben allen Unkenrufen zum Trotz gut funktioniert. Das Beste: Die Biesen sitzen sooo gut! Die Arbeit hat sich wirklich gelohnt – ich habe das Gefühl, das Kleid wird ein Lieblingsteil.fruehlingskleid_biesen

 

FKSA Teil 4 – keine miesen Biesen

Zum vierten Teil des Frühlingskleid(ungs) Sew Alongs treffen wir uns heute wieder bei Dana und schauen, ob schon erste Nähte gemacht sind oder sogar noch weitere Kleidungsstücke in Angriff genommen wurden. In der letzten Woche war ich reichlich frustriert wegen meiner miesen Biesen. Durch die vielen aufbauenden Kommentare habe ich aber wieder Auftrieb bekommen. Vielen Dank dafür!

Ich habe die miesen Biesen tatsächlich noch einmal aufgetrennt. Die Idee mit der Sprühstärke ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Auf der Packung steht zwar, dass die Sprühstärke nicht für Viskose geeignet ist, aber nach einer kurzen Befragung des Internets kam ich zu dem Schluss: No risk, no fun! An einem Probestück habe ich die Sprühstärke ausprobiert und der Stoff hat sich nicht verfärbt und nicht aufgelöst – er hat sich versteift. Genau so wollte ich es! Mit klarem Wasser ließ sich die Sprühstärke wieder auswaschen – perfekt!

Also habe ich das Vorderteil zwei mal dünn mit Sprühstärke eingesprüht und vorsichtig gebügelt. Natürlich muss der Stoff dabei möglichst gerade liegen, damit man ihn nicht in eine verzogene Form bügelt. Der Effekt war wirklich super: der sonst so rutschige Problemstoff ließ sich sehr gut markieren. Nach Beschreibung der lieben Elke unter dem letzten Post habe ich einen geraden Streifen Vlieseline an den Bruch gebügelt. An der Vliseline-Kante konnte ich so eine sehr gerade Falte legen und bügeln. Mit einem kleinen Ruck ging der Streifen problemlos wieder ab. So legte ich die Biesen ganz in Ruhe neu. Auch das Nähen hat mit dem gestärkten Stoff viel besser funktioniert. Es ist nichts verrutscht und nun bin ich wirklich zufrieden mit den Biesen.biesen

Außerdem habe ich das Schnittteil für den Tellerrock gezeichnet und das Rockteil aus Oberstoff und Futter zugeschnitten. Für das Futter habe ich einen sehr leichten, weißen Batist gekauft. Die Seiten habe ich auch schon genäht, bzw. versäubert. An den Oberstoff kommt noch ein Volant, deswegen schaut der Unterrock auf dem Bild unten heraus.tellerrockFür den Abschluss des Unterrockes habe ich außerdem 4m weiße Spitze gekauft. Wenn der Volant angebracht ist, werde ich die Rockteile so aufeinander abstimmen, dass die Spitze unter dem Oberstoff hervor blitzt. Ich überlege, den Volant mit einem weißem Rollsaum abzuschließen. Gute Idee oder zu auffällig?spitze

Ich bin sehr froh über den Sew Along und die aufmunternden Worte. Sonst hätte mich wohl schwer getan, das Kleid noch einmal in die Hand zu nehmen. Jetzt bin ich mehr und mehr überzeugt, dass es noch richtig gut werden kann.

 

Frühlingskleid Sew Along – Teil 3

Mit einem Tag Verspätung und leicht frustriert melde ich mich zum Frühlingskleid(ungs) Sew Along, dessen Teilnehmerinnen sich diese Woche bei Dana treffen. Es ist nicht mal das Problem, dass ich nicht voran gekommen bin. Es ist eher das Problem, dass ich mit dem Ergebnis nicht sehr zufrieden bin.

Aber von vorn: Bevor ich mich an das Kleid gesetzt habe, wollte ich die ersten Nähte meiner Jacke nähen. In der letzten Woche hatte ich schon alles zugeschnitten und ich hätte jederzeit loslegen können, aber ich bin nicht so recht zum Nähen gekommen. Generalprobe und Konzert der Musikschule haben mir immerhin 2 Abende „geraubt“. Ich bedauere das nicht, denn die Abende waren sehr schön. Letztlich konnte ich eigentlich erst Freitag so richtig loslegen und habe die Teile meiner Frühlingsjacke zusammengenäht. jackeNach einigem Gehuddel ist auch der erste Ärmel drin – ich werde ihn aber evtl noch einmal verbessern. Weil die Farbe des Futters so gut passt, habe ich ein paar falsche Paspeln angebracht. jacke2

Am Wochenende habe ich mich dann an das Frühlingskleid gewagt. Leider hat sich der Traumstoff als absoluter Albtraumstoff herausgestellt. Sobald man den eine Sekunde aus den Augen lässt, knittert er, verzieht sich oder schlägt Wellen. Das Zuschneiden und Markieren war schon nicht so einfach – aber da kann man ein Wegflutschen ja recht gut umgehen, wenn man einen rauheren Stoff unterlegt. Die Falten im Vorderteil habe ich sehr, sehr oft neu gelegt, glatt gebügelt und noch einmal neu gelegt. Ich würde schätzen, ich habe mind. 4 Stunden in die Falten investiert. fruehlinsgkleid

Bin ich mit dem Ergebnis zufrieden? Nein. Es ist nahezu unmöglich, in diesen Stoff eine wirklich gerade Falte zu bügeln. Und selbst wenn es einigermaßen gerade aussieht, dann verrutscht und verflutscht alles beim Nähen.

Und überhaupt.

Welcher Sadist zur Hölle verfluch misch nochmal denkt sich 2,5mm breite Biesen aus??

Weiterer Frustfakor: Der Stoff hat Färbefehler – so würde ich es zumindest nennen. Linke und Rechte Seite sind nicht sehr leicht zu unterscheiden, aber selbst wenn man alles korrekt bereit legt – dann stellt man nach dem Zusammennähen fest, dass das Rückenteil deutlich heller ist, als die Seitenteile. Und diese haben wieder einen anderen Farbton als die Vorderteile. Zumindest wenn man genau hinschaut. Außerdem ist der Druck an einigen Stellen verwaschen, unscharf oder ausgefranst:fruehlinsgkleid2

Arg! Vielleicht seh‘ ich das zu eng – aber so etwas ärgert mich, denn ganz soooo billig war der Stoff nun auch wieder nicht. Was also tun? Als nächstes werde ich den Tellerrock zuschneiden. Da ich etwas Stoff zuviel habe, werde ich mir gezielt schöne Stellen für den Zuschnitt aussuchen. Die schon genähten, nicht ganz so schönen Teile werde ich als Futter verwenden.

FKSA – Kurzgröße anpassen

Zum heutigen Teil des Frühlingskleid(ungs) Sew Alongs treffen wir uns bei Anke auf dem Blog und schauen, ob die Entscheidung für Schnittmuster und Stoffe schon gefallen sind. Bei mir ist sie das: Ich nähe das luftige Burdakleid aus dem blauen Stoff. Diese Kombination war nicht nur in den Kommentaren favorisiert worden, sondern letztlich auch von mir. Allerdings gibt es den Schnitt nur in Kurzgröße – und eine entsprechende Anpassung habe ich bisher noch nie vorgenommen.

Laut Burda unterscheiden sich die Kurzgrößen von den normalen Größen nicht in der Weite, sondern nur in der Länge. Ein Blick in die Maßtabelle lässt erkennen, dass der Brust- und der Taillenpunkt bei der Kurzgröße jeweils 1cm weiter oben sitzen. Durch Änderungen „an den passenden Stellen“ also leicht zu korrigieren.kurzgroesse

Ich habe mir die Schnittteile genauer angeschaut und zunächst im Rückenteil einen Schnitt und einen 1cm breiten Papierstreifen eingefügt. Ich habe die Stelle direkt unter dem Ärmel gewählt, da dann weder der Ärmelausschnitt noch der Abnäher von der Änderung betroffen sind. Der Abnäher rutscht automatisch 1cm nach unten. Danach habe ich das seitliche Vorderteil angelegt und diese Schnittlinie gerade weiter geführt. Für das mittlere Vorderteil habe ich den Schnitt knapp unter der Ausschnittkante gewählt. So habe ich bei allen drei Schnittteilen den Brustpunkt 1cm nach unten verlegt.kurzgroesse2Die zweite Anpassungstelle ist der Taillenpunkt. Da das Oberteil des Kleides direkt auf der Taille endet, habe ich hier einfach das Schnittteil an der unteren Kante verlängert. Statt einer Nahtzugabe von 1,5cm habe ich 2,5cm angezeichnet. Nachdem ich die zugeschnittenen Stoffteile angehalten habe, sah es auch ganz gut aus – meine Änderungen sollten passen.kurzgroesse3

Bis auf Tellerrock – das Schnittteil muss ich noch konstruieren – und Volant habe ich alles zugeschnitten. Das Oberteil wird gedoppelt und für den Unterrock muss ich noch leichten Batist besorgen. Als nächstes werde ich die Falten im Vorderteil bügeln und nähen…

Außerdem habe ich noch eine Frühlingsjacke aus einem Stoff angefangen, den ich im Marc-Aurel-Ausverkauf ergattert habe. Die Pläne dazu hatte ich kürzlich schon einmal vorgestellt, aber das passende Schnittmuster fehlte. Zufällig ist in eben dieser Burda ein Schnitt für einen relativ hoch geschlossenen, gefütterten Blazer.fruehlingsjackeZugeschnitten habe ich auch schon. Für die Ärmel habe ich die zweigeteilte Variante aus Modell 127 gewählt. Außer Paspelstreifen und Manschetten ist alles zugeschnitten und nun freue ich mich auf’s Nähen.